10 Mythen beim Abnehmen Teil 1

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10 MYTHEN beim Abnehmen Teil 1!

Hallo Freunde!

Wer abnehmen möchte, oder gerade dabei ist, wird sehr oft mit Abnehmtipps überhäuft. Leider wird oftmals Fehlinformationen wiedergegeben oder einfach “nachgeplappert”. Ich habe meine Top 10 Mythen rund um das Abnehmen für Euch zusammengestellt.

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Diese Mythen setzen sich aus den meistgefragten und publizierten Themen zusammen, die mir untergekommen sind. Mythen wie “lokale Fettverbrennung” bis hin zu “Kalorie ist gleich Kalorie”, alles ist vertreten.

 

Mythos #1 Gezielter Fettabbau:

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Schön wäre es, doch das spielt es nicht! Jeder der Euch das vermitteln will lügt Euch einfach ins Gesicht!

Wer sein Bauchfett verlieren will, muss seine Ernährung anpassen, Krafttraining durchführen und seine Muskelmasse erhöhen.

Du solltest noch ein bis zweimal Cardiotraining einbauen, erst dann funktioniert es mit richtiger Fettverbrennung!

Wenn Ihr denkt mit Bauchmuskeltraining bekommt Ihr ein „perfektes“ Six-Pack, hab ich übrigens ganz am Anfang auch gemacht, wird schnell enttäuscht feststellen, daß es so nicht funktioniert.

Euer Körper baut einmal hier und einmal dort Körperfett ab, aber niemals gezielt! Stärkt Euren Körper mit Kraftsport und Ihr werdet generell schneller Körperfett verbrennen.

Mythos #2 Ausdauersport verbrennt am meisten Fett:

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Ausdauersport ist sehr gut für Euer Herz- und Kreislaufsystem, es muss auch ein Teil des Trainingsprogramms sein!

Beim Ausdauertraining verbrennt Ihr natürlich auch Fett, jedoch wenn Ihr damit aufhört ist diese sportlich betätigte Fettverbrennung vorbei.

Kraftsport hat im Vergleich dazu viel größere Boni für Euch:

  • Muskelaufbau = mehr Muskeln mehr Energieverbrauch
  • Kalorienverbrauch, ebenso wie beim Cardiotraining, verbraucht Ihr richtig Kalorien, meine persönliche Empfehlung, drei (schwere) Grundübungen drei bis viermal in der Woche reichen völlig aus und Ihr werdet Euch wundern was mit Eurem Körper passiert!
  • Nachbrenneffekt, wenn Ihr mit Krafttraining fertig seid, dann verbraucht Euer Körper immer noch Energie und verbrennt weiterhin Körperfett.

Mythos #3 Fett macht Fett:

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Vor rund zwei Jahrzehnten wurde dieses Gerücht in die Welt gesetzt und viele sind auf den Zug aufgesprungen.

Die Aussage war, Fett hat mehr als doppelt so viel Kalorien wie Zucker und darum ist Fett verantwortlich für die Gewichtszunahme.

Absoluter Bullshit!

98% der dick/übergewichtigen Menschen sind das durch einen Kalorienüberschuss geworden. Die restlichen zwei Prozent sind gesundheitlich begründet.

Fakt ist, der Körper braucht Fett um zu funktionieren. Allerdings gibt es verschiedene Fette – Fett ist nicht gleich Fett!

Essentielle Fette, das bedeutet, man muss diese Fette dem Körper zuführen da er sie selber nicht herstellen kann. Diese Fette sind lebenswichtig für uns! Dazu gehören mehrfach ungesättigte Fettsäuren.

1 Gramm Fett pro Kilogramm Körpergewicht (70g Fett bei 70kg Körpergewicht)  pro Tag wird für den „Durchschnittsmenschen“ empfohlen. Sportler benötigen, je nach Leistung, mehr Fettsäuren. Denn diese unterstützen die Regeneration und Erholung der Muskeln nach dem Training.

Solche Fettsäuren findet Ihr:
  • Leinsamenöl
  • Walnussöl
  • Distelöl
  • Walnüsse
  • Leinsamen
  • Weizenkeime

 

Mythos #4 Fruchtzucker macht dick:

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Das habe ich schon so oft gelesen und jedes mal muss ich darüber lachen. Dies ist ein Industriezuckergerücht!

Richtig, Fruchtzucker (Fructose) ist ein sogenannter Einfachzucker, aber Fruchtzucker wird nicht pur vom Körper aufgenommen!

Vielmehr wird Fructose mit diversen Obstsorten aufgenommen, diese enthalten bekanntermaßen sehr viele Vital- und Ballaststoffe, dadurch wird der Fruchtzucker bei weitem nicht so schnell umgewandelt wie weißer Industriezucker (Haushaltszucker).

Aufsatz

Der industrielle Weißzucker, wird ohne Nährwerte für unseren Körper einfach umgewandelt und als Fett abgespeichert.
Einzige Ausnahme, bei hartem Training könnte man nach dem Training, eine kleine Menge an Weißzucker zu sich nehmen.

Besser für den menschlichen Körper ist jedoch z.B. eine Banane nach der Trainingseinheit zu essen, da frisches Obst noch viele wichtige Boni (siehe oben) für unseren Körper bereit hält.

Kommen wir zur Fructose in Säften. Die meisten „Fruchtsäfte“ sind mit Industriezucker „gestreckt“, daher nicht zu empfehlen.

Generell sollten Früchte immer als Ganzes gegessen werden und nicht als Saft getrunken.

Als Beispiel, in einem Glas rein gepresster Orangensaft befinden sich rund drei Orangen, das ist eine sehr hohe Anzahl an Fructose und bei gepressten Säften fehlen zusätzlich die Ballaststoffe, welche in der ganzen Frucht vorhanden sind.

Wenn Ihr Fruchtsäfte trinkt, immer ohne Zuckerzusatz und mit Wasser mischen. Besser oder „perfekt“, die Frucht als solche zu essen!

Abschließend zu diesem Punkt sei gesagt, Unmengen an Obst sollte es natürlich auch nicht sein, doch zwei, bei Sportaktivitäten, drei Portionen am Tag machen gar nichts, im Gegenteil!

Eine Portionsgröße ist eine Hand voll inklusive Finger.

 

Mythos #5 Kalorien sind gleich Kalorien:

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„Es ist ja egal was ich esse, solange ich ein Kaloriendefizit habe“.

Das ist eine klassische Aussage die man immer wieder hört oder liest.

Wie ich mit dem Abnehmen begonnen habe, hatte ich selber auch null Ahnung von Kalorien, deren Zusammensetzung, was Makro- oder Mikronährstoffe sind. Sicher, irgendwo hat man das mal gelesen, aber wie es dann weiter geht?

Für mich war klar – und es wird überall suggeriert – iss weniger, mach Sport und Du nimmst ab. Hört sich auch logisch an, doch so ist es eben nicht ganz.

Als erstes, zu den Kalorien:

  • Protein/Eiweiß enthält auf 1 Gramm ~ 4,1 Kalorien
  • Kohlehydrate enthält auf 1 Gramm ~ 4,1 Kalorien
  • Fett enthält auf 1 Gramm ~ 9,3 Kalorien

So gesehen haben Eiweiß und Kohlehydrate die gleichen Kalorien und trotzdem sind sie grundverschieden.

Eiweiß dient dem Muskelschutz und Muskelwachstum, es wird in einem sehr mühsamen chemischen Prozess in unserem Körper verarbeitet.

Kohlehydrate ist der sogenannte „Brennstoff“ für unseren Körper. Die Energie für unsere körperliche Betätigung, auch für den Erhalt unserer Körperfunktionen (Grundumsatz) beziehen wir hauptsächlich aus Kohlehydrate.

Wenn wir zu viel Kohlehydrate konsumieren, werden sie in unserem Körper als eiserne Reserve (Fett) umgewandelt und abgespeichert.

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Bei den Kohlehydrate gibt es verschiedene Zusammensetzungen. Man unterscheidet, im groben, unter einfache und mehrfache Kohlehydrate.

Einfache Kohlehydrate sind Haushaltszucker, Traubenzucker, Milchzucker, Fruchtzucker.

Ha, jetzt sagt der eine oder andere, Fruchtzucker ist also gleich wie Haushaltszucker, dann kann ich ja doch eine Schokolade essen.

Können, ja, nur bringt es Deinem Körper nichts, denn dieser verarbeitete Zucker in Kombination mit Industriefett in einer Schokolade wird als Fett abgespeichert, tja – schlechte Wahl.

Ganz wichtig zu wissen ist folgendes:

  • Je natürlicher ein Lebensmittel ist umso mehr Nährwert hat es für unseren Körper!
  • Im Umkehrschluss, je verarbeiteter ein Produkt ist, desto weniger Sinn (weniger bis gar keine Nährstoffe) macht es für unseren Körper. Zudem nimmt unser Körper verarbeitete Lebensmittel anders auf, als frische!

Man hat auf Produkten immer Nährwertangaben, dies ist schon mal ein guter Ansatz, jedoch wird eines nicht berücksichtigt, jeder industrielle Verarbeitungsschritt ersetzt eine Aufgabe für unseren Körper.

Personal Trainer

Hört sich eigentlich gut an, braucht unser Körper weniger Energie um diese Produkte zu verarbeiten. Genau da ist der Hund begraben!

Diese fehlenden Aufgaben machen den entscheidenden Unterschied bei den Nährwerten. Bei frischen Zutaten muss unser Körper hart Arbeiten um alles aufzuspalten und an die entsprechenden Stellen weiterzuführen.




Bei Fertigprodukten kann sich unser Körper ausruhen und dadurch bleiben „mehr Kalorien“ über als auf der Verpackung drauf steht. Vom fast nicht vorhandenen Nährwert reden wir jetzt gar nicht.

Ich will Euch das jetzt einfach erklären:

Wenn Ihr 100g unverarbeitetes Eiweiß zu Euch nehmt dann verbraucht Euer Körper ~25% an den aufgenommenen Kalorien.

100g Eiweiß -25% (25g) ergibt 75g Eiweiß das Euer Körper in Wirklichkeit aufnimmt. Die Nährwertangaben auf Verpackungen beziehen sich auf diesen Verbrauch.

Bei Industrieware verbraucht der Körper praktisch keine zusätzlichen Kalorien, dadurch stimmen die Werte auf den Fertiggerichten nicht.

Eiweiß und Kohlehydrate haben auf ein Gramm rund 4,1 Kalorien. Doch der Energieverbrauch unseres Körpers ist verschieden.

Energieaufwand bei Eiweiß ist rund 25%, Kohlehydrate ~10% und bei Fett ~1%.

Kalorie ist nicht gleich Kalorie!

Die Verpackungsangaben dienen höchstens um ungefähr, sehr ungefähr, die Kalorien zu ermitteln. Bitte so weit wie möglich auf verarbeitete Produkte verzichten!

Fertigprodukte sind in Relation immer teurer als frische Lebensmittel und sie belasten zusätzlich die Umwelt komplett unnötig*. Denn zur Herstellung für Fertiggerichte ist ein riesiger Energieaufwand notwendig, den es nicht bedarf.

Wenn ich diese Werbungen mit Jungfamilien sehe, wo in einer Packung voller Zusatzstoffe, Aromaverstärker, Zucker und was weiß ich noch für Bullshit drinnen ist, es ja so toll und einfach sein sollte, ein „gesundes Essen“ zuzubereiten, dann möchte ich am liebsten in den Fernseher schießen.

Ehrlich, wer braucht den Scheiß, nicht nur das es ungesund ist, schmeckt`s auch beischi..en.
Ja, ich hab`s auch früher gegessen, doch wenn man sich einmal der Lebensmittelbasics und des Kochens annimmt, braucht man diese Fertigprodukte auf keinen Fall!

Schlank

Ebenso die Verwertung der Lebensmittel, denn es ist ein Unterschied ob ich eine Hand voll Karotten (300g) oder 4 Stück Schokolade (25g) esse.

Beide haben rund 120 Kalorien, jedoch Schokolade hat keinen Wert für unseren Körper und wird eins zu eins als Fett abgespeichert.

Bei den Karotten, werden viele Vitamine, Nährstoffe und Ballaststoffe im Körper verarbeitet und aufgenommen, diese haben sehr viel Wert für uns.

Ganz nebenbei, 300g Karotten auf einmal zu essen, ist nicht so einfach, ganz schöne Menge. 😉
Bei der Schoki sind das ein oder zwei Schnapper und weg ist sie, außerdem hat man ordentlich (schlechte und leere) Kalorien zu sich genommen!

Vollwert-Ernährung: Konzeption einer zeitgemäßen und nachhaltigen Ernährung
Von Karl von Koerber, Claus Leitzmann
Preis: EUR 49,99

Konzeption einer zeitgemäßen und nachhaltigen ErnährungGebundenes BuchDie Vollwert-Ernährung als ganzheitliches Ernährungskonzept leistet einen wichtigen Beitrag zu mehr globaler Nachhaltigkeit.Das Bugkeit.

Das Buch erläutert verständlich die gesundheitlichen, ökologischen, ökonomischen und sozialen Vernetzungen und die damit verbundenen Probleme unserer Ernährungsweise. Dazu bietet es mögliche Lösungswege an, ohne dabei den wichtigen Aspekt `Genuss beim Essen zu vergessen. Erfahren Sie, wie Vollwert-Ernährung die eigene Gesundheit fördert, die Umwelt schont, faire globale Wirtschaftbeziehungen ermöglicht und so zu mehr sozialer Gerechtigkeit führt.

- Bedeutung und Grundsätze der Vollwert-Ernährung

- die einzelnen Lebensmittelgruppen im Überblick mit Empfehlungen mit Begründungen

- Fördernde und hemmende Einflüsse bei der Umsetzung der Vollwert-Ernährung

- Kapitel zu Gentechnik, Lebensmittelbestrahlung, Mikrowellenerhitzung, Zusatzstoffen und funktionellen Lebensmitteln

- Ernährungsempfehlungen für besondere Bevölkerungsgruppen

Nachhaltigkeit als Motor für die Zukunft!

 

Das war Teil eins der “Top 10 Mythen beim Abnehmen”.
Nächste Woche geht`s weiter mit diesen Mythen:
Vegetarier und Veganer sind schlanker, Nahrungsergänzung fördert den Fettabbau, oder viel Sex macht schlank.  😯  😆

 

Teil 2 der Serie:
10_mythen_02_link

Euer
Dieter „Legi“



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